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Publikationen 30 may 2022

Gebäuderegister - mehr als nur ein Materialpass

Gebäude und Infrastrukturobjekte enthalten viele knappe Rohstoffe. Die Registrierung dieser Materialien und Produkte ist wichtig, um zu verhindern, dass sie bei Abriss oder Renovierung verloren gehen. Dies geschieht unter anderem durch die Digitalisierung der Informationen über die verwendeten Materialarten und Produkte. Wer jedoch glaubt, dass eine Gebäude- oder Infrastruktureintragung in Madaster nur der Erstellung eines Materialpasses dient, der irrt

Gebäuderegister - mehr als nur ein Materialpass

Mit der Registrierung eines Gebäudes oder Infrastrukturobjekts in Madaster wird ein vollständig digitales, dynamisches Datenregister des betreffenden Objekts erstellt - ein sogenannter digitaler Zwilling. Damit haben Bauträger, Eigentümer, Verwalter oder Bauherren rund um die Uhr Zugriff auf den materiellen, zirkulären und finanziellen Wert ihres Immobilienportfolios. Die vollständige Abschreibung dieser Vermögenswerte gehört der Vergangenheit an und die Verfügbarkeit aktueller Daten macht das Gebäude- und Infrastrukturmanagement um einiges interessanter. Die Verknüpfung mit verschiedenen nationalen und internationalen Datenquellen, z. B. mit Finanz- oder Umweltdaten zu Produkten aus Umweltproduktdeklarationen (EPD), liefert den Nutzern relevante Informationen. Dies ist hilfreich bei der Vergabe von Fördermitteln und insbesondere im Hinblick auf zukünftige und aktuelle gesetzliche Regelungen und Vorschriften. Partnerschaften mit renommierten Organisationen unterstreichen dies. Welche zusätzlichen Erkenntnisse bietet die Gebäudeerfassung für die Nutzer der Madaster-Plattform? Und warum ist es für Bauträger, Eigentümer und Verwalter von Immobilien und Infrastruktur so wertvoll, über diese Erkenntnisse zu verfügen? Wir haben Paul van Doorn (Senior Plan Developer bei Giesbers Ontwikkelen en Bouwen), Tom Blankendaal (Project Manager Circular Economy bei BAM Bouw en Vastgoed Nederland) und Gilles de Jong (Business Innovator bei Bouwinvest) gefragt.

Ist die Rohstoffknappheit der größte Motivator für die Registrierung der in Immobilien und Infrastrukturen verwendeten Materialien und Produkte?

Blankendaal zufolge macht die Tatsache, dass allein in den Niederlanden pro Kopf durchschnittlich drei Erden an Rohstoffen verbraucht werden, schmerzlich deutlich, dass sich etwas ändern muss: "Derzeit fressen wir die Erde langsam auf. Das hat katastrophale Folgen für künftige Generationen. Wir müssen unser Verhalten radikal ändern. Im Bausektor ist es wichtig, dass wir mit erneuerbaren Materialien bauen, intelligenter entwerfen und Madaster verwenden, um die von uns verwendeten Rohstoffe und Produkte zu registrieren". Van Doorn stimmt dem zu und weist auf die verletzliche Rolle des Bausektors hin, die in den letzten Monaten schmerzlich deutlich geworden ist: Als Großverbraucher von Rohstoffen kann die geopolitische Lage dazu führen, dass unser Sektor unter erheblichen Druck gerät. Durch die Registrierung von Materialien und Produkten können wir eine Zukunft mit hochwertiger Wiederverwendung von Rohstoffen und Produkten in der gebauten Umwelt schaffen. Dies ist sowohl aus finanzieller als auch aus sozialer Sicht wichtig. Und dieser soziale Wert ist für die Pensionsfondsgesellschaft Bouwinvest Grund genug, die Gebäuderegistrierung einzuführen. De Jong: "Wir haben uns für diese Art der Investition entschieden, weil wir den sozialen Wert der materiellen Registrierung anerkennen. Das ist für uns sehr wichtig, zusätzlich zu unserer finanziellen Rendite als Investor von Geldern zur Altersvorsorge."

War die Registrierung allein nicht genug?

Während Bouwinvest den ersten Schritt macht, um herauszufinden, was genau im Hinblick auf die betrieblichen Abläufe benötigt wird, nutzt der Bauträger und Bauherr Giesbers Ontwikkelen en Bouwen bereits alle Funktionalitäten von Madaster. Van Doorn: "Da wir in der gesamten Immobilienkette tätig sind, von der Entstehung bis zum Ende des Lebenszyklus einer Immobilie, bringt uns die Erfassung von Projekten in Madaster bereits viele Vorteile. So kann beispielsweise der Grad der Kreislauffähigkeit eines Entwurfs mit dem Zirkularitätsindex gemessen werden, und die Material- und CO2-Belastung kann durch die Erstellung von MPG-Berechnungen (Environmental Performance Building) aufgezeigt werden. Gemeinsam mit unseren Kunden können wir dann feststellen, inwieweit wir das vorgegebene Ziel erreichen und/oder verbessern können.“
Projektleiter Blankendaal weiß auch, dass viel gewonnen werden kann, wenn während des Entwurfsprozesses kluge Entscheidungen getroffen werden; hier sollte seiner Meinung nach die wichtigste Verhaltensänderung stattfinden. „Ich sehe die Registrierung als den "Enabler" des kreislaufwirtschaftliches Bauens“. Die BIM-Entwicklung der letzten Jahrzehnte sei ebenfalls richtungsweisend, sagt er. „Wir haben dem Digitalisierungsprozess immer mehr Funktionalitäten hinzugefügt und unsere BIM-Modelle nach und nach um Planungs- und Kostenberechnungen, Nachhaltigkeitsparameter sowie Verwaltungs- und Wartungsfunktionen erweitert. Dieser Prozess hat auch zur Erstellung von Materialpässen und Gebäudedossiers geführt.“

Welche Verknüpfungen von Datenquellen würden Sie für interessant halten und warum?

Sowohl Van Doorn als auch Blankendaal sind sich einig, dass Ökobilanzen für die verschiedenen Materialien und Produkte, die im Bauwesen verwendet werden, interessant sind.

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